Diatonische Akkordverwandtschaften – Basic Approach

Hallo liebe Gitarristen,

ich begrüße Euch heute zu einer neuen Ausgabe meines Gitarrenblogs mit einem kleinen Exkurs zum Thema diatonische Akkordverwandtschaften. Es handelt sich hierbei um einen kleinen Einblick. Um tiefer in Begriffe, Funtionen und Materie einzusteigen, schreibt mir bitte eine Mail unter info@learn2rock.de oder besucht mich auf meiner Website unter http://www.learn2rock.de.

 

Als Grundlage soll uns eine C-Dur- Tonleiter dienen. Ihr könnt diese theoretischen Anregungen dazu nutzen Eure Akkordfolgen durch Substitutionen (Austauschen einzelner Akkorde) aufzuwerten.

Die C-Dur-Tonleiter (CDEFGAHC) ist als Tonleiter ein horizontales Klanggebilde. Betrachtet man die Leiter und ihre Töne als Grundtöne auf ihr entstehender Akkorde, so kann man auf jeden dieser Grundtöne durch Terzschichtung (Harmonisation) sogenannte Stufenakkorde bilden (zur Erinnerung eine kleine Terz hat drei, eine große Terz vier Halbtonschritte; kleine Terz Moll, große Terz Dur). Bildet man nun nach den Prinzipien der Harmonisation auf jedem dieser Grundtöne die Stufenakkorde, so entstehen folgende Drei- bzw. Vierklänge (zur Erinnerung: Ein Dreiklang ist ein Dreitongebilde bestehend aus Grundton, Dur- oder Moll-Terz und der Quinte, der jeweilige Vierklang entsteht durch Hinzufügen des jeweiligen Vierklangstone, zB.: große Septime (maj7) kleine Septime (Dominantseptakkord, Moll-Septakkord) oder Sexte (13)

– Dreiklang bzw. Vierklang
– C-Dur bzw. Cmaj7 (I. Stufe) Tonika
– D-Moll bzw. Dm7 (II. Stufe)
– E-Moll bzw. Em7 (III. Stufe)
– F-Dur bzw. Fmaj7 (IV. Stufe) Subdominante
– G-Dur bzw. G7 (V. Stufe) Dominante
– A-Moll bzw. Am7 (VI. Stufe) Tonikaparallele bzw. Par. Molltonart / Natürlich Moll
– H-vermindert bzw. Hm7b5 (VII. Stufe)

Diese Akkorde sind leitereigene Drei- bzw. Vierklänge von C-Dur. Im Jazz beschreibt man Turnarrounds. Die bekanntesten sind I-IV-V, II-V-I oder I-VI-II-V.

Hier kommt unter Anderem die Akkordverwandtschaft ins Spiel:

Durch die 7 Töne einer Tonleiter bliebt es nicht aus, dass sich Akkorde ähnlicher sind als andere. So kann man folgende Akkorde in Beziehung setzen:

C-Dur zu A-Moll oder E-Moll
F-Diur zu D-Moll oder A-Moll
G-Dur zu E-Moll oder H vermindert

Dies könnte man ebenso für die Vierklänge notieren. Durch die Verwandtschaftskette kann man nun jeden Akkord (man muss nur die Reihenfolge verwenden) zum jeweiligen anderen in Verbindung setzen.

Nun nimmt man sich eine Kadenz, zB II V I vor. DIe Akkordfolge wäre Dm7 – G7 – Cmaj7. Wir wissen aus der Tabelle oben, dass D-Moll mit F-Dur verwandt ist und können D-Moll somit durch F-Dur ersetzen: Fmaj7-G7-Cmaj7 (IV-V-I). Das könnt ihr gerne mit allen Kadenzen und Akkorden aus der Tabelle ausprobieren.

Solltet ihr Fragen haben: Stellen ;)

Viel Spass beim Testen.

Euer Nico Pitzer

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