Improvisation over a minor7-chord using arpeggios – Jazz

Welcome guitar fans,

today i´d like to talk about an easy way to create beautiful jazz sounds over a minor7 chord. Based on a backingtrack unsing an Em7-Chord, let´s try some arpeggios to create jazz sounds and tension.

1. Create a backingtrack with Em7 only

2. Play the following arpeggios in your solo:

  • Em7-Arpeggio
  • Bm7-Arpeggio
  • Gmaj7-Arpeggio
  • Dmaj7-Arpeggio
  • C#m7b5-Arpeggio
  • Em9-Arpeggio
  • Bm9-Arpeggio
  • Gmaj9-Arpeggio
  • Dmaj9-Arpeggio
  • C#m7b5b9

Try the following scales and arpeggios over a tracking using E dominant 7:

  • E mixolydian
  • D Major Pentatonic Scale
  • G#m7b5 Arpeggio
  • Bm9-Arpeggio
  • Dmaj9-Arpeggio
  • Amaj7-Arpeggio

Have a lot of fun. If you have any questions please send an email to info@learn2rock.de or we can meet in skype for a private lesson.

Nico Pitzer

http://www.learn2rock.de

Improvisation über Mollseptakkorde – Jazz/Fusion-Approach für Einsteiger

Liebe Saitenfreunde,

 

ich habe in einer neuen Ausgabe meines Gitarrenblogs eine fantastische Improvisationsgrundlage mitgebracht. Ich zeige Euch heute, wie man mit einer herkömmlichen pentatonischen Molltonleiter coole jazzige Sounds über Mollsept-Akkorde erzeugen kann. Bei Fragen stehe ich wie immer unter info@learn2rock.de oder http://www.learn2rock.de zur Verfügung.

 

Theorie zur Pentatonik

Ausgangspunkt unserer Improvisation soll ein Track mit Am7 als Mollseptakkord sein. Für die Improvisation fällt die wohlbekannte Mollpentatonik in Am ein. Ausgangspunkt für die Bildung einer Am-Pentatonik ist die Am-Tonleiter mit den Tönen  A H C D E F G A. Ausgehend von dieser Skala wird die Sekunde (None) und die Sexte (13) (der Ton H und F) rausgeworfen 😉 Somit bleiben die Töne A C D E G A und man hat bereits die A-Moll-Penta. In Bezug zum Akkord Am7 (bestehend aus den Tönen A C E G) ergeben sich aus den Tönen der Penta folgende Intervalle:

Am7 zum 1. Ton A = Grundton

Am7 zum 2. Ton C = Mollterz

Am7 zum 3. Ton D = Quarte

Am7 zum 4. Ton E = Quinte

Am7 zum 5. Ton G = kleine Septime

Man sieht, dass die Töne des Am7-Vieklangs bis auf den Ton D (4/11) vollständig in der A-Moll-Penta enthalten sind und umgekehrt. So erklärt sich der konsonante Sound der Scale über den Akkord Am7.

 

Anwendung

  • Wir wollen nun einen Track mit Am7 erstellen und mit der Amoll-Penta improvisieren. Versucht mal bewusst auf den oben aufgelisteten Intervallen zu landen (einzeln und nacheinander; anders gehts ja nicht) und deren Sound kennenzulernen.
  • Wir spielen nun über denselben Track die Pentatonik zwei Bünde (eine große Sekunde) höher, also eine H-Moll-Pentatonik (Töne H D E F# A H). Durch die eingangs beschriebenen theoretischen Erwägungen erklärt sich der wesentlich „schrägere“ Sound, oder wie man musikalisch richter sagt: Man erzeugt wesentlich mehr Spannung. Dies erklärt sich durch die None (H) und die große Sexte (F#) aus der H-Moll-Penta über Am7.
  • Nun verwenden wir die E-Moll-Pentatonik (Töne E G A H D E). Diese Penta entsteht 7 Bünde höher also eine Quinte höher. Hier fehlt zwar das C (die kleine Terz), ansonsten stimmen bis auf die None (H) alle Töne mit der A-Moll-Pentatonik überein, sodass ein etwas spannungsärmerer Sound entsteht als durch die H-Moll-Penta.

EIN WICHTIGER HINWEIS: VIele Gitarristen sind es gewohnt, Skalen rauf und runter zu spielen. Dies funktioniert in der Regel auch, wenn man Skalen wie die Amoll-Penta oder eine Durskala über diatonische Kadenzen verwendet. Das funktioniert so zB mit der H-Moll-Penta über Am7 NICHT. Man muss die reibungsstarken Töne (F# und H) kennen. Vor allem das H -wenn es nah am Grundton des Akkordes ist- klingt oft nicht sehr gut. Probiert aber mal das H in der 1. oder 2. Oktave aus. Und schon wird es richtig lecker.

 

Viel Spass für Euch.

Euer Nico Pitzer